Dirasca’s A Million Dollar Man “Dollar”

Zum Erstaunen so einiger Bekannten aus der Collieszene behielten wir gleich aus unserem ersten Wurf einen Rüden. Seine Mutter war die hier schon vorgestellte Roysta’s Fairylike, sein Vater Aberthorne Ambush.

Er war ein Hund mit einer enormen Ausstrahlung und einem wunderbaren Wesen. Für mich ein Ausnahmehund!!! Auch im Ausstellungsring konnte er so manchen Richter von seinen Qualitäten überzeugen, er erreichte ...

Dollar... den Titel Deutscher Champion und VDH Champion

Auf 26 Ausstellungen wurde er wie folgt platziert:

7x V1
8x V2
4x V3
4x V4
nur 3x blieb er unplatziert!

Dollar

In der Collie Revue September 1997 wurde folgender Text von meiner Mutter veröffentlicht

An einen alten Hund

Du hast bei uns vor über 14 Jahren das Licht der Welt erblickt, zusammen mit deinen beiden Brüdern. Ein paar hielten uns für verrückt, als wir beschlossen, dich, einen Rüden und dann noch aus dem ersten Wurf, zu behalten. Wir haben es nie bereut!

Du lerntest schnell unsere Gestik und Sprache verstehen, wir deine nur ein bisschen. Am liebsten wärst du uns überall hin gefolgt. War einer von uns traurig, versuchtest du ihn zu trösten und abzulenken. War einer zornig, warst du plötzlich verschwunden, tauchtest wieder auf, wenn die Luft rein war. Dein größter Spaß war es, neben unseren Rädern herzujagen und uns “tot” zu laufen. Denn am Zielort waren wir es, die hechelten, nur du hattest noch immer nicht genug.

Erkrankte jemand, lecktest du ihm tröstend die Hand und legtest deine dicke Schnauze auf seinen Bauch, dabei blicktest du wissend  in die Augen. Als du dann in späteren Jahren einmal krank warst, wachten wir an deinem Lager und nötigten dir deine Tabletten auf. Wir haben viel mit dir erlebt und viel Spaß und Freude an dir gehabt.

“Dollar”, du bist kein Schutzhund, kein Rettungshund und viel gefragter Zuchtrüde. Aber ein Dieb bist du, denn allen, die dich kennenlernten, hast du das Herz gestohlen. Du hattest immer das, was andere so geheimnisvoll als “Wesen” bezeichnen.

Jetzt bist du alt. Deine müden Knochen wollen nicht mehr so wie früher. Du ruhst und schläfst viel und beim Aufstehen und Recken knacken deine müden Gelenke. Du rennst, jagst und springst nicht mehr durch unseren großen Garten, sondern schreitest gemächlich dahin, um dich dann unter deinen Lieblings-Rhododrendon-Busch zu legen. Dein Pelz ist auch nicht mehr so voll und lang wie früher, auch zeigt sich schon eine kahle Stelle auf deinem Allerwertesten. Doch strahlt die Sonne auf dein Fell, so funkelt es wie Bernstein, in dem sich Sonnenlicht bricht.

Wenn dann dein Kopf auf einem unserer Knie ruht, so wie früher, und wir dir über den Kopf streichen und dich kraulen, dann liegt Wehmut mit in der Luft, und jedes Streicheln ist wie ein kleiner Abschied. Auch sagen uns die zunehmenden grauen Schleier in deinen treuen Augen: Bald muss ich gehen. Und sollte es dann soweit sein, wünschen wir dir, dass du unter deinem Lieblings-Busch in die “Ewigen Jagdgründe” eingehen mögest. Ansonsten wird einer von uns dich so, wie früher als kleines Fellbündel, in den Schoß betten und in seinen Armen “einschlafen”  lassen. Dann werden wir dich auf deine Decke legen und dich still an die Natur zurückgeben, die dich uns vor so vielen Jahren als schönstes Geschenk anvertraute.

 

 

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